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Die Chronik der Gemeinde

 Der 6. März 1923 gilt als Geburtsdatum für die Gemeinde. Vor 1923 fanden schon zwei Jahre lang Kinderstunden bei der Familie Lienenberger in der Bergstraße (heute Prühßstraße) statt.

 Als Ferdinand Lienenberger schon im Mai 1924 starb, führte seine Frau die Arbeit mit Hilfe einiger Christen aus der Gemeinde Hohenstaufenstraße fort. Jüngere Leute halfen bei der Hofmission und Sonntagschule, ältere hielten die Bibelstunden.

 

Die Gemeinde wuchs sehr, so dass verschiedene öffentliche Räume gemietet werden mussten, um die vielen Kinder und auch die Erwachsenen unterzubringen.

 Während der Hitlerzeit war es sehr schwer Kinder zu erreichen und auch die Männer fehlten an allen Ecken und Enden. Die Gemeinde musste sich in diesen Jahren organisieren. Um einer Schließung der Versammlung zu entgehen, fand man Anschluss an den Gnadauer Gemeinschaftsverband, unter dem Namen

Christliche Gemeinschaft Berlin-Mariendorf-Süd“.

Öffentliche Räume wurden nicht mehr zur Verfügung gestellt. Geschwister der Gemeinde stellten eine ehemalige Malerwerkstatt zur Verfügung, wo man sich wieder versammeln konnte. Die Sonntagschule traf sich - trotz aller Schwierigkeiten - regelmäßig in der Wohnung einer Mitarbeiterin.

 Nach dem Krieg sammelte sich die Gemeinde wieder, zunächst immer noch in der alten Malerwerkstatt. Sie wurden von einigen Brüdern, der Gemeinde Hohenstaufenstraße unterstützt.

 Ab 1947 standen wieder öffentliche Räume zur Verfügung, in die man umziehen konnte, bis 1952 ein gesamter Umzug in die Rudolf-Hildebrand-Grundschule stattfand. Die Veranstaltungen fanden in einem Klassenraum statt, Jahresfeste und andere größere Veranstaltungen im Musiksaal.

Die Weihnachtsfeiern finden - bis heute! - in der Aula statt.

 

Etwa 1957 mietete man eine ehemalige Kutscherwohnung in Alt-Mariendorf 41, wo unten, im ehemaligen Pferdestall, einen Tischtennisraum eingerichtet wurde. Die oberen Räume konnten für Gemeindeveranstaltungen genutzt werden, die bisher in Privatwohnungen stattfanden, z. B. die Gebetsstunden und das Brotbrechen. Auch Bibelwochen fanden hier des Öfteren statt. Die Miete betrug damals monatlich 30.- DM. Jedes Gemeindeglied zahlte im Monat 1 DM, damit sie bezahlt werden konnte. Die Jugendstunden wurden hierher verlegt und dann auch eine Bastelstunde für Kinder eingerichtet. Dies alles konnte nur eine Notlösung sein. Die Gemeinde begann um ein eigenes Haus zu beten.

 Im Jahr 1963 entschieden die leitenden Brüder, dass wir eine

Evangelisch-Freikirchliche Gemeinde

werden sollten. Wir wurden Zweiggemeinde der Gemeinde Hohenstaufenstraße. Danach ermutigten uns Brüder aus anderen Gemeinden mit der Sammlung für ein eigenes Haus zu beginnen.

 Nach mehreren Versuchen gelang es 1965 ein Zweifamilienhaus zu kaufen, im April 1966 war Schlüsselübergabe. In der unteren Wohnung wurde aus zwei Zimmern eins gemacht, so dass ein kleiner Saal entstand, der ein Jahr später mit einer Kinderwoche eingeweiht wurde. Das war wieder typisch für die Gemeinde: Der Neuanfang begann mit der Kinderarbeit! In die obere Wohnung zogen 1968 die Geschwister ein, die sich für den Hauselterndienst zur Verfügung gestellt hatten.

Die gesamte Gemeindearbeit wuchs beständig, so dass der kleine Saal Mitte der 70er Jahre bald aus allen Nähten platzte. Durch den Sohn von Geschwistern der Gemeinde, der Architekt ist, wurde es möglich einen Anbau zu erstellen, 1978-1980. Im Juni 1981 wurde er eingeweiht.

Die Gemeinde wuchs weiter, der Raum war, auch durch viele Hochzeiten und daraus folgende Familien, gut gefüllt. Die Kinder- und Jugendarbeit wuchs stark, viele kamen zum Glauben. Leider entstand Anfang der 80er Jahre eine Entzweiung der Gemeinde. Das führte Ende 1989 zur Trennung von vielen Geschwistern. Die Fehler lagen auf beiden Seiten. In den Jahren 1994/95 kam es aber mit den meisten zu einer Versöhnung, für die wir unserem Herrn unendlich dankbar sind.

Im Dezember 1995 mussten die Hauseltern aus gesundheitlichen Gründen ihren Dienst aufgeben. 1996 wurde das Dachgeschoss ausgebaut, so dass die vierköpfige neue Hauselternfamilie dort noch zwei Zimmer dazu nehmen konnte. Die restliche Wohnung wurde vermietet.

Weil die Mahlfeier (Brotbrechen) am Sonntagmorgen (früher 8.30 Uhr) nicht so passend für Familien war, führte man im April 1997 noch die Möglichkeit ein, am letzten Donnerstag jeden Monats eine Bibelstunde mit Mahlfeier zu haben.

 1998 feierten wir, dass die Gemeinde bis dahin 75 Jahre bestand. Das geschah mit 3 Tagen der „offenen Tür“, wo am Freitag u. a. Nachbarn unser Haus besichtigen konnten, sowie im Alten Saal eine Fotowand mit 400 Fotos aus der Gemeindegeschichte ansehen konnten. Am nächsten Tag gestalteten die Kindermitarbeiter eine „Party für Kids“, die von vielen Kindern besucht wurde. Am Sonntag war dann der große Dankgottesdienst mit vielen Gästen.

 Aus der „Party für Kids“ entstand dann eine neue Kinderarbeit, das Ferienprogramm, das erstmals in den Sommerferien 1998 stattfand. Immer montags und dienstags, öffnen sich bis heute in allen Ferien (ausgenommen sind Feiertage) von 16-19 Uhr die Türen des Gemeindehauses für Kinder von 5-14 Jahren. Es ist bis heute recht gut besucht.

 Noch eine größere Veränderung gab es ab 8. August 2004: Der Gottesdienst wurde familienfreundlicher, er beginnt erst um 10 Uhr, mit einem 1. Teil, an dem auch die Kinder teilnehmen. Wenn sie dann in ihre Kindergottesdienstgruppen gehen, haben die Erwachsenen den Predigtteil. Am Ende finden sich alle wieder zusammen bei Getränken und Gebäck.

 2007 feierten wir, dass wir 40 Jahre in diesem Haus sein durften. Es bleibt bis heute, dass die Kinderarbeit der Schwerpunkt der Gemeinde ist. Wir empfinden das als Gottes besonderen Auftrag für die Gemeinde.

 2013 wurde die Gemeinde 90 Jahre alt. Das feierten wir mit einem Dankgottesdienst und einem gemeinsamen Mittagessen.

 

 

 

 

 Vieles hat sich innerhalb der einzelnen Veranstaltungen verändert, den Gegebenheiten angepasst, aber eines soll immer so bleiben:

JESUS CHRISTUS IST DER HERR